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德语:与印度达成协议:欧盟为何现在将重点放在贸易协定上

由于欧洲议会的投票行为,南方共同市场协议在最后一刻被推迟,这给欧盟的团结蒙上了一层阴影,但布鲁塞尔仍在继续寻找新的贸易伙

由于欧洲议会的投票行为,南方共同市场协议在最后一刻被推迟,这给欧盟的团结蒙上了一层阴影,但布鲁塞尔仍在继续寻找新的贸易伙伴。下一站:印度。一些人,几乎用特朗普式的措辞,称之为“所有贸易协议之母”。与印度达成协议,将是“南方共同市场XXL”。

周二,欧盟和印度达成了一项贸易协议。欧盟委员会主席乌尔苏拉·冯德莱恩宣布,“欧盟和印度今天正在创造历史,深化世界最大民主国家之间的伙伴关系。”然而,由于法律审查仍在进行中,该协议的实际执行还需要一段时间。

计划中的自由贸易区将影响近20亿人口。这是世界上最大的自由贸易区。德国工商会表示,这20亿个理由都支持达成这项贸易协议。欧盟对外贸易专员沃尔克·特雷尔在协议达成前就已充满热情:

对于德国经济而言,欧盟与印度的贸易协定将带来真正的变革。

特雷尔表示,“该协定将有助于降低我们企业进入印度市场时不得不面对的、有时相当高的关税和贸易壁垒。”

事实上,迄今为止,与印度的贸易一直受到诸多限制。仅进口关税就高达25%至40%。欧盟目前列出了印度共计31项官方贸易壁垒,这些壁垒给欧洲企业带来了沉重负担。因此,特雷尔要求“不得通过过于繁琐的原产地规则,以迂回的方式阻碍市场准入”。

如果这一目标得以实现,机遇将异常巨大,尤其对德国企业而言更是如此。德国已经是印度在欧盟最大的贸易伙伴。双边贸易额在2024年达到310亿欧元,德国的出口额将超过进口额。

贸易扩张可能会使机械工程和化学工业尤其受益,飞机、船舶和火车制造商也将从中获益。Macromonkey 公司的马丁·吕克对此表示赞同:“利用印度发展基础设施和传统产业的行业尤其能够从中获益。”

德国经济研究所的萨米娜·苏丹补充道:“不断增长的富裕人口也会对‘德国制造’的产品产生更高的需求,这将有助于提振德国疲软的出口。”

然而,这项协议不会完全是单方面的。全球贸易研究倡议智库的阿杰·斯里瓦斯塔瓦表示:“免关税进入欧盟可以弥补印度纺织品和珠宝出口商在美国的损失。”自去年 8 月以来,这些行业一直受到美国 50% 的关税约束。

该协议还将降低纺织品、服装和皮革的关税,使印度出口商能够更好地与来自孟加拉国和越南的竞争对手展开竞争。此外,印度在服务业(例如软件)方面实力雄厚,而欧洲对服务业的需求也很高。

所以,这看起来似乎是一个典型的双赢局面。因此,人们不禁要问,为什么与这个世界上人口最多的国家之间的谈判自2007年以来一直持续至今——中间还中断了九年之久。直到最近,由于美国地缘政治的反复无常,谈判才获得了相当大的动力。事实上,唐纳德·特朗普加速了近20年的搁置。

目前,欧盟与印度之间的贸易总额仅为1365亿欧元,相对而言微不足道。虽然这听起来数额可观,但仅占欧盟对外贸易总额的略高于2%。与中国(15%)和美国(17%)相比,几乎可以忽略不计。因此,结论是:增长潜力巨大。

所以,像南方共同市场协议那样在最后一刻失败或出现意外是极其不明智的。“不幸的是,这种风险无法排除,”萨米娜·苏丹说。 “然而,失败将进一步阻碍欧盟实现贸易关系多元化,并削弱其行动能力。”

归根结底,这不仅仅关乎20亿的机遇,更关乎欧盟作为严肃的谈判和贸易伙伴的信誉。

Die Verzögerung des Mercosur-Abkommens in letzter Sekunde durch das Abstimmungsverhalten im EU-Parlament wirft zwar ein schlechtes Licht auf den Zusammenhalt in der EU, dennoch drückt man in Brüssel weiterhin aufs Tempo bei der Suche nach neuen Handelspartnern. Next stop: Indien. Manche sprechen dabei, in fast schon “trumpscher” Terminologie, von der “Mutter aller Handelsabkommen”. Denn ein Deal mit Indien wäre Mercosur XXL.

Am Dienstag einigten sich die EU und Indien auf einen Handelsdeal. “Die EU und Indien schreiben heute Geschichte und vertiefen die Partnerschaft zwischen den größten Demokratien der Welt”, zeigte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen überzeugt. Bis zur praktischen Umsetzung des Abkommens wird es allerdings noch dauern, unter anderem steht noch eine rechtliche Prüfung an.

Der geplante Freihandelsraum würde knapp zwei Milliarden Menschen betreffen. Der größte weltweit. Zwei Milliarden Gründe, die für ein Handelsabkommen sprechen, sagt die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Deren Außenhandelschef, Volker Treier, zeigte sich schon vor der Einigung entsprechend begeistert:

Für die deutsche Wirtschaft ist ein EU-Indien-Handelsabkommen ein echter Game-Changer

“Das Abkommen würde die zum Teil beachtlichen Zollsätze und Handelshürden, die beim Eintritt in den indischen Markt für unsere Unternehmen zu beachten sind, helfen abzubauen”, so Treier.

Tatsächlich ist der Handel mit Indien bislang voller Beschränkungen. Allein schon die Einfuhrzölle sind hoch und liegen zwischen 25 und 40 Prozent. Derzeit listet die EU insgesamt 31 offizielle Handelshemmnisse in Indien auf, die europäische Unternehmen belasten. Deshalb fordert Treier, “dass der Marktzugang nicht durch die Hintertür mit überbürokratischen Ursprungsregeln konterkariert wird”.

Sollte das gelingen, wären die Chancen gerade für deutsche Firmen außergewöhnlich hoch. Schon jetzt ist die Bundesrepublik Indiens größter Handelspartner in der EU. Das Handelsvolumen lag 2024 bei 31 Milliarden Euro – wobei Deutschland mehr exportierte als importierte.

Ein Ausbau des Handels dürfte vor allem dem Maschinenbau, der Chemieindustrie, aber auch Herstellern von Flugzeugen, Schiffen und Zügen dienlich sein. Das glaubt auch Martin Lück von Macromonkey: “Profitieren könnten vor allem Sektoren, die Indien nützen, um Infrastruktur und klassische Industrie aufzubauen.”

Samina Sultan vom Institut der deutschen Wirtschaft ergänzt: “Eine wachsende, wohlhabende Bevölkerung wird auch eine höhere Nachfrage nach Produkten ‘Made in Germany’ haben und davon würde der lahmende Export in Deutschland profitieren.”

Doch ein Deal wäre nicht nur von Einseitigkeit geprägt. “Ein zollfreier Zugang zur EU könnte Verluste für indische Textil- und Schmuckexporteure in den USA ausgleichen”, sagte Ajay Srivastava von der Denkfabrik Global Trade Research Initiative. Diese Branchen sind seit August von US-Zöllen in Höhe von 50 Prozent betroffen.

Ein Abkommen würde zudem die Zölle auf Textilien, Kleidung und Leder senken, wodurch indische Exporteure besser mit Konkurrenten aus Bangladesch und Vietnam mithalten könnten. Zudem ist Indien im Dienstleistungssektor – wie etwa im Softwarebereich – besonders stark und die Nachfrage in Europa ist hoch.

Es sieht also klassisch nach Win-Win aus. Deshalb sei die Frage erlaubt, warum die Gespräche mit dem bevölkerungsreichsten Land der Erde nun auch schon seit 2007 laufen – und man sich zwischendurch eine neunjährige Pause gönnte. Erst begünstigt durch die erratische Geopolitik der USA, kam in den vergangenen Monaten viel Schwung in die Verhandlungen. Donald Trump beschleunigte sozusagen ein fast 20-jähriges Versäumnis.

Im Moment beläuft sich das komplette Handelsvolumen zwischen EU und Indien nämlich auf vergleichsweise mickrige 136,5 Milliarden Euro. Was viel klingt, ist allerdings nur etwas mehr als zwei Prozent des kompletten EU-Außenhandels. Im Vergleich zu China (15 Prozent) und den USA (17 Prozent) im Prinzip fast nichts. Prädikat also: enorm ausbaufähig.

Deshalb wäre ein Scheitern oder eine Panne in letzter Minute – wie beim Mercosur-Abkommen – wenig ratsam. “Die Gefahr kann man leider nicht ausschließen”, sagt Samina Sultan. “Ein Scheitern wäre aber ein weiterer Rückschlag für die EU, ihre Handelsbeziehungen zu diversifizieren und Handlungsfähigkeit zu beweisen.”

Es geht am Ende also nicht nur um eine Zwei-Milliarden-Chance, sondern auch um nicht weniger als die Glaubwürdigkeit der EU als ernsthafter Verhandlungs- und Handelspartner.